Kennen Sie Noro?
- aj
- 17. März
- 1 Min. Lesezeit
Fasching Anfang der 2000er – das Norovirus war in aller Munde... bzw. – na, du weißt schon! Und obwohl ich für derlei Unpässlichkeiten eigentlich sonst nicht besonders anfällig bin, stellte ich nach einer kleinen Rosenmontagsfeier plötzlich fest, dass das diesem hochansteckenden Virus buchstäblich sch... egal war. Es ging mir von einer Stunde auf die andere einfach nur noch schlecht. Mir war speiübel, ein gewisses Örtchen suchte ich viel öfter auf als mir lieb war und mein Kreislauf fand anscheinend beides so befremdlich, dass er geradewegs auf einen Beinahe-Kollaps hinarbeitete.
Ich war schon ganze zwei Tage außer Gefecht und hielt mich nur noch in der Horizontalen auf, als mich eine SMS – ja, damals kommunizierte man so - von einer Bergfreundin, deren Namen hier nicht genannt sein soll, erreichte. Der Text lautete in etwa so: „Hallo Andrea, warum beantwortest du meine E-Mails nicht, die ich dir seit Tagen schicke?“ – Ja, warum nur? Vielleicht weil ich sie noch gar nicht gelesen habe? – Ein Stück weit ärgerte mich diese Frage, da ich davon ausgegangen bin, man müsste von selber irgendwann dahinter kommen, dass es eine einfache Erklärung geben könnte, weshalb man E-Mails nicht in der sonst gewohnten Schnelligkeit beantwortet. Aus diesem Grund - und weil ich immer noch saft- und kraftlos in den Seilen hing, fasste ich mich bei meiner Antwort recht kurz: „Hallo, sorry, liege gerade mit Noro im Bett! Liebe Grüße“ – Die Antwort schwebte prompt über den Äther: „Ach so, na, dann wünsche ich euch beiden noch einen schönen Abend und viel Spaß!“...